Evangelische Kirchengemeinde Baesweiler-Setterich-Siersdorf

15.06.2021

Die drei Nordkreis-Gemeinden feiern gemeinsam "vor Ort"

Im Garten der Markuskirche in Herzogenrath fand ein gemeinsamer Gottesdienst statt – Das Motto war „Öffne mir die Augen“

Gastgeber Pfarrer Joachim Leberecht (r.) von der Lydia-Gemeinde feierte den Nordkreis-Gottesdienst gemeinsam mit seinen Kollegen Pfarrer Jochen Gürtler, Gemeinde Baesweiler-Setterich-Siersdorf und Pfarrerin Petra Hartmann von der Christusgemeinde. (Foto: Andrea Thomas)

Endlich wieder gemeinsam, endlich wieder in Präsenz. Nachdem er im vergangenen Jahr wegen Corona nicht stattfinden konnte, freuten sich Pfarrer Joachim Leberecht für die Lydia-Gemeinde Herzogenrath, die auch Gastgeberin war, Pfarrer Jochen Gürtler für die Gemeinde Baesweiler-Setterich-Siersdorf und Pfarrerin Petra Hartmann für die Christusgemeinde Alsdorf-Hoengen-Broichweiden-Würselen, nun wieder zum gemeinsamen Nordkreisgottesdienst begrüßen zu können. Der fand zum einen Teil auf dem Wiesengelände der Herzogenrather Markuskirche statt und konnte außerdem über Youtube und Zoom mitgefeiert werden, wo Pfarrer Joachim Geis aus Alsdorf die Teilnehmer begleitete.

Gottes Sicht auf die Welt

Das Motto „Öffne mir die Augen“ hatte das Vorbereitungsteam dem ökumenischen Kirchentag entlehnt. Es ging um unsere Sicht auf uns, unsere Mitmenschen, die Welt, das Leben, auf Gott, aber auch um Gottes Sicht auf uns und seine Schöpfung. „Gott behält die ganze Welt im Auge, damit er denen beistehen kann, die ihm mit ganzem Herzen vertrauen“, formulierte es Pfarrerin Petra Hartmann, die dabei durch einen großen Bilderrahmen schaute. Alle Gottesdienstbesucher vor Ort hatten einen kleinen Rahmen aus Papier erhalten. Bilder, die wir einrahmen, nehmen wir anders wahr, schätzen wir wert. Später im Gottesdienst waren alle eingeladen, auf die Rückseiten der Rahmen zu schreiben, was sich ändert, wenn wir mit Gottes Augen auf die Welt schauen.

Die Welt sehen und erkennen

In einer kleinen Augen-Entspannungsübung hatte Pfarrer Joachim Leberecht zuvor mit der Gemeinde „die Augen geweckt und den Blick fokussiert“. Ums Sehen und Erkennen und um Augenmaß ging es auch in der Predigt von Pfarrer Jochen Gürtler.
„Öffne mir die Augen, um deine Regeln zu verstehen.“ Im Gegensatz zu vielen der Regeln, die derzeit unser Leben bestimmen, sind Gottes Regeln „mehr als nur Regelwerk“. Sie helfen uns die Welt, Gottes Schöpfung, tiefer zu verstehen. Bei den Regeln und Vorschriften, die Corona uns beschert, hilft dann vor allem Augenmaß, um Menschen zu schützen, aber sie auch nicht aus dem Blick zu verlieren. „Das Wesentliche erkennen“, „ein klarerer Blick auf Mensch und Natur“, „den Weg Gottes für mich besser sehen“, „Gott besser sehen“, oder „Zuversicht für den Neuanfang nach Corona“ waren einige der Dinge, die auf den Rückseiten der Bilderrahmen Platz fanden.

Rückkehr zum Präsenz-Gottesdienst

Für zwei der drei Gemeinden aus dem Nordkreis war der gemeinsame Gottesdienst auch die Rückkehr zu Präsenz-Gottesdiensten. In der Christusgemeinde und der Gemeinde Baesweiler-Setterich-Siersdorf werden ab Sonntag, 20. Juni, wieder Gottesdienste vor Ort und in Präsenz gefeiert. Die Lydia-Gemeinde tut dies bereits seit Mai 2020, mit den gebotenen Abständen und unter Einhaltung der aktuellen Corona-Schutzverordnung versteht sich, und, wann immer es möglich ist, draußen. Zusätzlich stellt sie die Aufzeichnung der Gottesdienste auf Youtube. Die Gemeinde Baesweiler-Setterich-Siersdorf hat im langen Corona-Lockdown ihre Gottesdienste ebenfalls bei Youtube übertragen, die Christusgemeinde nutzt Zoom. Obwohl das ganz gut funktioniert und sowohl Pfarrerin Petra Hartmann von der Christusgemeinde als auch Pfarrer Jochen Gürtler aus Baesweiler-Setterich-Siersdorf in dem Format durchaus auch Möglichkeiten sehen, sind beide froh nun wieder zu Gottesdiensten mit Gemeinde vor Ort zurückzukehren.

„Zoom eröffnet schon kreative Möglichkeiten und es ist eine sehr regelmäßig teilnehmende Gemeinde auch über den eigenen Kirchturm hinaus entstanden. Aber es schließt auch viele aus, sei es aus technischen Gründen, weil sie die ganze Woche beruflich digital unterwegs waren oder weil man andere schon sehr nah ins eigene Wohnzimmer lässt“, sagt Petra Hartmann.

„Austausch gehört zu einer Gemeinde dazu“

Ihr Herzogenrather Kollege Joachim Leberecht kann den digitalen Formaten nur etwas abgewinnen, wenn sie auch einen Austausch ermöglichen. „Mir ist wichtig, dass wir als Gemeinde in einer Form zusammenkommen, um Gottes Wort zu hören.“ Um das auch digital möglich zu machen, hat das Presbyterium entschieden, die Markuskirche so auszustatten, dass Gottesdienste live übertragen werden können. Die Christusgemeinde und die Gemeinde Baesweiler-Setterich-Siersdorf haben außerdem gute Erfahrungen mit Telefon-Konferenz-Gottesdiensten gemacht und wollen dieses Format auch beibehalten. „Am Telefon hat das für mich eine ganz eigene Qualität, wenn ich die Stimmen höre und mir die dazugehörigen Menschen vorstelle“, sagt Jochen Gürtler. Alle drei können sich vorstellen, die neuen Formen, mit denen sie in der Pandemie gearbeitet haben, auch darüber hinaus für bestimmte Gottesdienste einzusetzen, um Menschen zu erreichen, die sonst nicht teilnehmen würden oder könnten. Zum Beispiel, um bei Konfirmationen die weiter entfernt lebenden Großeltern oder andere Familienmitglieder einzubeziehen. Da würden sie jetzt mal schauen, wie sich das alles weiterentwickele.  (Text: Andrea Thomas)

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